
By Florian Levy
Laminat vs. Parkett: Unterschied & Entscheidungshilfe
Auf den ersten Blick sehen viele Laminatböden täuschend echt wie Parkett aus. Doch der Unterschied zwischen Laminat und Parkett zeigt sich erst im Alltag: Geräusche beim Gehen, die Pflegeintensität, die Anfälligkeit für Kratzer, die Reaktion auf Feuchtigkeit, das Raumklima und die langfristigen Kosten unterscheiden sich teils deutlich. Laminat ist robust, pflegeleicht und preisgünstig, während Parkett durch seine natürliche Ausstrahlung und Langlebigkeit überzeugt.
Parkett ist ein Naturprodukt mit einzigartiger Maserung. Es speichert Wärme und unterstützt ein gesundes Raumklima. Laminat basiert hingegen auf einem sich wiederholenden Dekordruck und wirkt kühler. Auch die Geräusche beim Gehen unterscheiden sich: Parkett klingt wärmer und gedämpfter, Laminat härter und heller.
In diesem Guide finden Sie eine fundierte Übersicht über die wichtigsten Merkmale beider Bodenarten – ganz ohne Fachjargon, dafür praxisnah und verständlich. Egal, ob Sie gerade für Ihr Wohnzimmer planen, eine robuste Lösung für den Flur suchen oder überlegen, was sich für Küche und Kinderzimmer besser eignet: Mit den Informationen und der Vergleichstabelle können Sie eine bewusste Entscheidung treffen. Zudem erfahren Sie, wie moderne Varianten eine attraktive Alternative zu Parkett darstellen, wenn Sie die Holzoptik wünschen, aber weniger Pflegeaufwand bevorzugen.
Das Wichtigste im Kürze
- Während Laminat aus HDF-Trägerplatten mit Dekorfolie besteht, ist Parkett aus echtem Massiv- oder Mehrschichtholz gefertigt.
- Parkett wirkt wärmer und natürlicher, ist aber pflegeintensiver und teurer in der Anschaffung als Laminat.
- Laminat ist robuster gegen Kratzer, leichter zu reinigen und somit ideal für stark genutzte Räume oder Mietwohnungen.
- Parkett kann mehrfach abgeschliffen und renoviert werden, Laminat hingegen nicht.
- Moderne Laminatböden mit Holzprägung (z. B. Synchronoptik) sehen aus wie Parkett.
- Die Wahl hängt vom Einsatzort, Budget und Anspruch ab: Parkett für ein dauerhaftes Wohngefühl, Laminat für Funktionalität und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die grundlegenden Unterschiede: Aufbau und Material
Obwohl Laminat und Parkett sich optisch ähneln, unterscheiden sie sich in Aufbau, Material und Herstellungsverfahren grundlegend voneinander. Diese Unterschiede beeinflussen Optik, Haptik, Pflege, Lebensdauer und Raumklima. Wer sich für eine der beiden Bodenarten entscheiden möchte, sollte sich daher genau über die Konstruktion und die jeweiligen Vor- und Nachteile informieren.
Was ist Parkett?
Parkett ist ein Echtholzboden – und das ist sein größter Vorteil. Egal, ob es sich um klassisches Massivparkett oder modernes Mehrschichtparkett (Fertigparkett) handelt: Die Oberfläche besteht immer aus einer echten Nutzschicht aus Edelholz wie Eiche, Buche oder Nussbaum. Diese ist nicht nur optisch ansprechend, sondern auch funktional, da sie bei Bedarf abgeschliffen und neu behandelt werden kann.
Beim Mehrschichtparkett unterscheidet man zwischen 2-Schicht- und 3-Schicht-Aufbau:
- 2-Schicht-Parkett: besteht aus einer Edelholz-Nutzschicht und einer Trägerschicht (meist Multiplex oder HDF).
- 3-Schicht-Parkett: zusätzlich mit einer stabilisierenden Unterschicht für mehr Formstabilität – ideal für schwimmende Verlegung.
Die Oberfläche kann geölt oder versiegelt (lackiert) sein.
- Geöltes Parkett wirkt natürlicher, ist atmungsaktiv und lässt sich partiell ausbessern.
- Versiegeltes Parkett ist pflegeleichter, aber etwas „kühler“ in der Haptik.
Parkett ist ein hochwertiger Bodenbelag mit echtem Charakter. Die Kombination aus Naturmaterial und Handwerkskunst macht ihn zur dauerhaften und renovierbaren Lösung für anspruchsvolle Wohnbereiche.
Was ist Laminat?
Laminat gehört zur Kategorie der Holzwerkstoffböden. Es besteht nicht aus massivem Holz, sondern aus einer hochverdichteten HDF-Platte (High Density Fibreboard) als Trägermaterial. Darauf wird eine Dekorschicht mit fotorealistischer Holzoptik aufgebracht, die durch eine transparente Schicht aus Melaminharz (Overlay) versiegelt wird.
Diese Schutzschicht macht Laminat besonders widerstandsfähig gegen Abrieb, Kratzer und Feuchtigkeit. Je nach Nutzungsklasse (z. B. AC3, AC4 oder AC5) eignet sich Laminat für unterschiedliche Beanspruchungen – vom Schlafzimmer bis zum stark frequentierten Büroflur.Obwohl Laminat kein Echtholz ist, wirken hochwertige Varianten durch Synchronprägung und Mikrofase verblüffend realistisch – fast wie Parkett. Die Verlegung erfolgt in der Regel schwimmend per Klicksystem und ist somit einfach, schnell und ohne Kleber möglich.
Laminat ist die praktische Alternative zum Holzboden, besonders dort, wo Pflegeleichtigkeit, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine einfache Verlegung gefragt sind. Der Aufbau mit HDF-Platte und Melaminharz macht es strapazierfähig und alltagstauglich bei gleichzeitig überzeugender Optik.
Parkett vs. Laminat im direkten Vergleich
Optik und Haptik – fühlt sich Laminat wie Parkett an?
Moderne Laminatböden ähneln auf den ersten Blick stark Parkett. Doch spätestens beim genaueren Hinsehen oder Barfußlaufen zeigen sich die Unterschiede. Parkett ist ein Naturprodukt, bei dem jede Diele eine einzigartige Maserung mit Ästen, Farbunterschieden und einer lebendigen Struktur aufweist. Laminat hingegen basiert auf einem fotorealistischen Dekordruck, der sich nach einigen Metern wiederholt, was besonders auf großen Flächen auffällt.
Auch die Haptik unterscheidet sich deutlich. Parkett speichert Wärme und fühlt sich angenehm fußwarm an, während Laminat kühler wirkt und fester unter den Füßen erscheint.
Robustheit und Langlebigkeit
Ein weiterer Unterschied zwischen Laminat und Parkett liegt in der Robustheit und Langlebigkeit. Dank seiner harten Melaminharz-Oberfläche ist Laminat besonders kratzfest und daher ideal für Haushalte mit Kindern oder Haustieren. Parkett ist dagegen empfindlicher gegenüber Dellen, die beispielsweise durch schwere Möbel oder Steinchen in den Schuhen verursacht werden können. Dafür lässt es sich renovieren, wodurch sich seine Lebensdauer stark verlängert.
Wie lange halten Parkett und Laminat? Laminat hält je nach Nutzungsklasse zwischen 10 und 25 Jahren, Parkett hingegen bei guter Pflege über 30 Jahre und mehr. Somit ist Laminat in den ersten zehn Jahren pflegeleicht und robust, während Parkett die langfristigere Lösung darstellt. (Quelle: EUROPEAN PRODUCERS OF LAMINATE FLOORING)
Renovierbarkeit – der Game-Changer
Ein entscheidender Unterschied liegt in der Möglichkeit zur Renovierung. Parkett kann bis zu dreimal abgeschliffen und neu versiegelt werden. Dabei verschwinden Kratzer, Dellen oder Gebrauchsspuren und der Boden wirkt wieder wie neu. Laminat hingegen ist nicht renovierbar. Sobald Schäden auftreten, hilft nur der Austausch einzelner Paneele oder im schlimmsten Fall der gesamten Fläche. Der Unterschied ist klar: Parkett abschleifen – Laminat ersetzen.
Verlegung, Trittschall und Fußbodenheizung
Sowohl Laminat als auch Parkett lassen sich mit modernen Klicksystemen einfach verlegen. Laminat wird fast immer schwimmend verlegt, was schnell, sauber und ideal für DIY-Projekte ist. Parkett kann ebenfalls mit Klicksystemen verlegt werden. Im hochwertigen Bereich wird es jedoch oft vollflächig verklebt, um die Stabilität zu erhöhen und das Quellverhalten zu reduzieren.
Während Laminat häufig über eine integrierte Trittschalldämmung verfügt, benötigt Parkett in der Regel eine separate Dämmschicht. Auch die Wärmeleitfähigkeit spielt eine Rolle: Parkett speichert Wärme besser und gibt sie gleichmäßig ab. Das ist besonders vorteilhaft bei Fußbodenheizungen. Laminat funktioniert ebenfalls, benötigt aber eine geeignete Unterlage und sollte ausdrücklich für die Verwendung mit Fußbodenheizungen freigegeben sein. Die Entscheidung für Parkett oder Laminat bei einer Fußbodenheizung hängt also stark vom Produkttyp und der Verlegeart ab.
Vergleichstabelle: Laminat vs. Parkett auf einen Blick
| Kriterium | Laminat | Parkett |
| Optik / Haptik | Realistische Holzoptik, eher kühl | Natürliche Maserung, warm, angenehm |
| Reparaturfähigkeit | Nicht abschleifbar, Austausch nötig | Abschleifbar, mehrfach renovierbar |
| Lebensdauer | 10–25 Jahre (je nach Nutzung) | 30+ Jahre (mit Pflege und Renovierung) |
| Pflegeaufwand | Sehr pflegeleicht, feucht wischbar | Regelmäßige Pflege nötig (z. B. Ölen) |
| Feuchtigkeit | Feuchteempfindlich, Sonderprodukte erhältlich | Feuchtigkeitsempfindlich, bei richtiger Pflege stabil |
| Geräuschentwicklung | Tendenziell lauter beim Gehen | Ruhiger, gedämpfter Klang (besonders verklebt) |
Kosten realistisch vergleichen
Der Unterschied zwischen Laminat und Parkett zeigt sich nicht nur in der Optik, sondern vor allem in den Gesamtkosten über die Jahre. Während Laminat beim Material und bei der Verlegung meist deutlich günstiger ist, kann Parkett durch höhere Lebensdauer und Renovierbarkeit langfristig wirtschaftlicher sein – je nachdem, wie du den Boden nutzt und welche Ansprüche du hast.
Kosten- und Aufwandvergleich (übersichtlich)
| Kosten-/Faktor | Laminat | Parkett |
|---|---|---|
| Materialpreis (typisch) | ca. 10–25 €/m² | Mehrschichtparkett ab ca. 45 €/m² |
| Materialpreis (hochwertig) | ca. 30–40 €/m² (authentische Holzoptik, geprägte Oberfläche) | ca. 80 bis >120 €/m² (hochwertige/exotische Hölzer) |
| Trittschalldämmung / Unterlage | ca. 2–10 €/m² | ebenfalls nötig, oft hochwertiger (tendenziell teurer) |
| Sockelleisten | ca. 5–10 €/lfm | ebenfalls einzuplanen (häufig höherer Anspruch → tendenziell teurer) |
| Verlegung (typisch) | meist schwimmend (Klicksystem) → schneller, kein Kleber | möglich schwimmend, wirkt aber oft hochwertiger/stabiler bei vollflächiger Verklebung |
| Kostenwirkung der Verlegung | eher günstig, da weniger Aufwand und Material (kein Kleber) | verklebtes Parkett: meist deutlich höhere Verlegekosten (Fachpersonal + Kleber) |
| DIY-Potenzial | häufig gut selbst verlegbar (Kostenersparnis möglich) | schwimmend teils möglich, verklebt i. d. R. Profi-Arbeit |
| Pflege im Alltag | pflegeleicht (staubsaugen, nebelfeucht wischen) | mehr Pflege (je nach Oberfläche: ölen/lackieren, passende Reiniger) |
| Reparatur/Renovierung | nicht renovierbar: bei Schäden oft Austausch einzelner Dielen/Fläche nötig | renovierbar: i. d. R. bis zu 3× abschleifbar und neu versiegelbar |
| Renovierungskosten (Richtwerte) | entfällt (stattdessen Austausch) | ca. 15–30 €/m² (nur schleifen) bzw. 35–50 €/m² (schleifen + versiegeln) |
Quelle: https://renovierungskosten.net/laminat-verlegen-kosten/; https://handwerkerkosten.net/parkett-verlegen-kosten-pro-qm/
Wenn Sie kurzfristig sparen möchten und einen Boden suchen, der sich schnell verlegen lässt und im Alltag unkompliziert ist, ist Laminat in der Regel die wirtschaftlichste Wahl. Planen Sie hingegen langfristig, legen Wert auf Haptik, eine Aufwertung Ihrer Immobilie sowie die Möglichkeit zur Renovierung, kann Parkett trotz höherer Anschaffungskosten die bessere Investition darstellen.
Falls Sie die Optik von Holz bevorzugen, preislich und in der Pflege jedoch näher am Laminat bleiben möchten, sind Böden in Holzoptik als Zwischenlösung häufig ein guter Kompromiss.

Eignung nach Raum und Lebenssituation (Wann passt was besser?)
Der Unterschied zwischen Laminat und Parkett wird besonders deutlich, wenn man schaut, in welchen Räumen der Boden liegen soll und wie stark er im Alltag belastet wird. Feuchtigkeit, Kinder und Haustiere, Wohnkomfort, Gesundheit sowie die Eignung für Fußbodenheizung spielen dabei eine zentrale Rolle.
In Küche und Bad ist vor allem Feuchtigkeit der Knackpunkt
- Laminat: empfindlich bei stehender Nässe. Dringt Wasser in die Fugen ein, kann die Trägerplatte aufquellen.
- Parkett: reagiert ebenfalls auf Feuchtigkeit, ist je nach Oberflächenbehandlung etwas toleranter – bleibt aber ein Holzprodukt und arbeitet.
- Praxisfazit: Für stark feuchte Bereiche sind beide nur eingeschränkt geeignet. In vielen Fällen sind Fliesen oder Vinyl die robustere Wahl.
- Ausnahme: Es gibt Laminat mit Quellschutz, das sich eher für Küchen eignet – fürs Badezimmer sind Vinyl oder Fliesen meist die sicherere Lösung.
Kinder & Haustiere: Belastbarkeit im Alltag
Hier zählen Kratzer, Dellen und Pflegeaufwand.
- Laminat: punktet durch eine strapazierfähige Oberfläche und leichte Reinigung. Spielzeug, Krallen oder kleine Missgeschicke sind oft weniger problematisch.
- Parkett: wirkt wärmer und hochwertiger, ist aber anfälliger für Dellen und Kratzer.
- Tipp, wenn Parkett: robuste Holzarten (z. B. Eiche) wählen.
Wohnkomfort: Akustik & Gefühl unter den Füßen
Der Boden soll nicht nur gut aussehen, sondern sich auch gut anfühlen.
- Laminat: kann härter wirken (Akustik) und ist beim Barfußlaufen oft kühler.
- Parkett: dämpft Geräusche tendenziell besser und fühlt sich angenehmer und natürlicher an.
Gesundheit & Nachhaltigkeit
Beide können gut sein – entscheidend sind Qualität und Zertifikate.
- Parkett: kann zu einem angenehmen Raumklima beitragen, da Holz „arbeitet“ und Feuchtigkeit bis zu einem gewissen Grad regulieren kann. Mit zertifiziertem Holz ist es für viele auch die nachhaltigere Wahl.
- Laminat: besteht aus Holzwerkstoffen plus Harz-/Dekorschichten. Hochwertige Produkte können emissionsarm sein, vor allem mit Zertifikaten wie „Blauer Engel“ oder EU Ecolabel.
- Für Allergiker: Laminat wird oft als praktisch empfunden, weil es sich sehr leicht und gründlich reinigen lässt.
Fußbodenheizung: Worauf es wirklich ankommt
Bei Fußbodenheizung zählt vor allem, wie gut Wärme durch den Boden „durchkommt“.
- Laminat: grundsätzlich geeignet – wichtig ist eine Trittschalldämmung mit geringer Wärmedämmung, damit die Heizleistung nicht gebremst wird.
- Parkett: kann Wärme gut speichern und gleichmäßig abgeben. Optimal ist meist dünnes Parkett und (je nach System) vollflächige Verklebung.
- Geeignet sind häufig stabile Holzarten wie Eiche.
Fazit
Der Unterschied zwischen Laminat und Parkett macht deutlich, dass beide Bodenarten ihre eigenen Stärken und Schwächen haben. Laminat überzeugt durch einen günstigen Preis, einfache Pflege und eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer. Parkett punktet hingegen mit seiner natürlichen Ausstrahlung, der einzigartigen Maserung und einer deutlich längeren Lebensdauer. Die Frage, was besser ist – Parkett oder Laminat – hängt daher stark von Ihren individuellen Anforderungen ab. Wenn Sie einen pflegeleichten und preiswerten Boden für stark beanspruchte Räume wünschen, ist Laminat die richtige Wahl. Wenn Ihnen Natürlichkeit, Nachhaltigkeit und eine langfristige Investition wichtig sind, ist Parkett die bessere Option.
FAQ
Der entscheidende Unterschied liegt im Material: Parkett besteht aus echtem Holz, entweder als Vollholz oder als Mehrschichtvariante mit einer Nutzschicht aus Edelholz. Laminat ist dagegen ein Holzwerkstoffboden, der aus einer HDF-Trägerplatte mit einer fotorealistischen Dekorschicht besteht, die durch Melaminharz versiegelt ist. Während Parkett natürlich gewachsen ist und mit seiner individuellen Maserung für ein einzigartiges Raumgefühl sorgt, basiert Laminat auf industrieller Fertigung. Dies hat Auswirkungen auf Optik, Haptik, Akustik, Pflegeaufwand und Renovierbarkeit.
Laminat ist in der Regel deutlich günstiger, sowohl was den Materialpreis als auch die Verlegung betrifft. Je nach Qualität und Dekor beginnt der Preis bei etwa 10–20 €/m². Parkett kostet in der Regel zwischen 30 und 100 € pro m², für hochwertige Hölzer muss man noch mehr bezahlen. Auch die Verlegekosten sind bei Parkett, insbesondere bei verklebter Ausführung, höher. Dafür ist Parkett eine langfristige Investition, die durch Renovierbarkeit oft über Jahrzehnte erhalten werden kann. Laminat muss bei Beschädigung in der Regel ersetzt werden.
Parkett bietet ein deutlich wärmeres Laufgefühl, da Holz Wärme speichert und sich dem Das Raumklima wird angepasst. Er fühlt sich weicher und natürlicher an, besonders beim Barfußgehen. Laminat ist oft kühler und härter, vor allem bei einfacher Trittschalldämmung. Für Menschen, die viel barfuß laufen oder Wert auf ein wohnliches Raumgefühl legen, ist Parkett daher meist die angenehmere Wahl. Bei Laminat hängt dieses Gefühl stark von der Qualität der Dämmunterlage ab.
Die Antwort hängt vom Nutzungstyp ab: Laminat ist widerstandsfähiger gegenüber Kratzern und Stößen, weshalb es sich ideal für Haushalte mit Kindern, Haustieren oder hoher Beanspruchung eignet. Die harte Melaminharz-Oberfläche schützt vor Alltagsbelastungen. Parkett ist dagegen anfälliger für Dellen, die beispielsweise durch spitze Absätze oder schwere Möbel verursacht werden können. Allerdings punktet Parkett mit der Möglichkeit zur Renovierung: Dellen und Kratzer können durch Abschleifen entfernt werden, was bei Laminat nicht möglich ist.
Laminat ist in der Regel kratzfester, insbesondere bei Produkten mit einer hohen Nutzungsklasse (zum Beispiel AC4 oder AC5). Seine robuste Oberflächenschicht ist speziell für mechanische Belastungen konzipiert. Parkett kann dagegen leichter verkratzen, insbesondere bei weichen Holzarten oder lackierten Oberflächen. Oberflächliche Schäden lassen sich bei Parkett – besonders bei geölter Oberfläche – allerdings oft lokal ausbessern oder durch Abschleifen entfernen.
Ja, moderne Laminatböden sehen dem Original mittlerweile täuschend ähnlich. Dank der sogenannten Synchronprägung wird die Holzstruktur nicht nur gedruckt, sondern auch fühlbar geprägt. Mikrofase-Kanten und matte Oberflächen verstärken die natürliche Wirkung zusätzlich. Dennoch bleibt Laminat ein Dekorprodukt: Die Wiederholung des Musters auf größeren Flächen und die kühlere Haptik machen es für geübte Augen unterscheidbar. Für viele Wohnbereiche, in denen die Optik eine wichtige Rolle spielt, ist Laminat wie Parkett dennoch eine überzeugende Wahl.
Bei richtiger Pflege hat Parkett eine deutlich längere Lebensdauer. Da es renovierbar ist, kann es 25 bis 40 Jahre und länger genutzt werden. Laminat hat eine Lebensdauer von etwa 10 bis 25 Jahren, abhängig von Qualität, Nutzungsklasse und Beanspruchung. Wer langfristig plant und bereit ist, mehr Pflege zu investieren, ist mit Parkett besser beraten. Wer regelmäßig renoviert oder nur mittelfristig plant (zum Beispiel in einer Mietwohnung), ist mit Laminat gut bedient.
Grundsätzlich sind beide Bodenarten geeignet, sofern die verwendeten Materialien dafür freigegeben sind. Parkett leitet Wärme besser, vor allem, wenn es vollflächig verklebt ist. Entscheidend sind die Dicke der Nutzschicht und die Holzart – Eiche eignet sich beispielsweise besonders gut. Auch Laminat funktioniert gut mit einer Fußbodenheizung, sofern eine passende Unterlage mit niedriger Wärmedämmung verwendet wird. Wichtig ist immer, auf die Herstellerangaben zu achten und nur Produkte zu verwenden, die für diesen Einsatz freigegeben sind.
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