Was ist ein Vinylboden? Aufbau, Arten & Vorteile
Januar 23, 2026/Bodenbeläge

Was ist ein Vinylboden? Aufbau, Arten & Vorteile

Vinylboden zählt heute zu den beliebtesten Bodenbelägen im gesamten deutschsprachigen Raum – und das aus gutem Grund. Er ist pflegeleicht, langlebig und vielseitig einsetzbar – egal, ob im Wohnbereich, im Büro oder sogar in Feuchträumen. Dank moderner Herstellungsverfahren ist er optisch kaum noch von echten Holz- oder Steinböden zu unterscheiden und bietet gleichzeitig ein angenehm warmes, elastisches Laufgefühl.

Ein Vinylboden setzt sich aus mehreren Schichten zusammen, die gemeinsam für Stabilität, Komfort und eine große Designvielfalt sorgen. Gleichzeitig unterscheidet er sich in Aufbau und Eigenschaften deutlich von klassischen PVC-Rollenbelägen oder Laminat. Dieser Leitfaden bietet Ihnen eine klare und verständliche Übersicht über Definition, Material, Aufbau, Arten und Vorteile von Vinylböden – inklusive praktischer Hinweise, die Ihnen die Auswahl des passenden Bodens erleichtern.

Das Wichtigste im Kürze

  • Robust & komfortabel: Mehrschichtiger Boden aus PVC, der flexibel, widerstandsfähig und angenehm zu begehen ist.
  • Für fast alle Räume geeignet: Wasserresistent und strapazierfähig – ideal für Küche, Bad und stark genutzte Wohnbereiche.
  • Viele Designs: Dekore in Holz-, Stein- oder Betonoptik, täuschend echt und modern.
  • Einfache Verlegung: Als Klick-, Klebe-, Rigid- oder selbstliegendes Vinyl erhältlich – perfekt für Renovierungen und DIY.
  • Pflegeleicht & langlebig: Unempfindlich gegen Kratzer, Flecken und Feuchtigkeit; leicht zu reinigen.
  • Haltbarkeit durch Nutzschicht: Im Wohnbereich meist 0,3-0,5 mm.
  • Gesund & zertifiziert: Emissionsarm, ohne schädliche Weichmacher, oft mit Siegeln wie Blauer Engel.
  • Besser als PVC-Rollenware & Laminat: Stabiler, elastischer und optisch hochwertiger.

Was ist ein Vinylboden? (Definition)

Ein Vinylboden ist ein mehrschichtiger, PVC-basierter Bodenbelag, der für seine hohe Robustheit, Flexibilität und große Designvielfalt entwickelt wurde. Er besteht aus mehreren funktionalen Schichten, darunter typischerweise eine Trägerschicht, eine Dekorschicht und eine widerstandsfähige Nutzschicht. Diese Konstruktion sorgt für Stabilität, Komfort und Langlebigkeit und hebt Vinylböden deutlich von einfachen Kunststoffbelägen ab. Mithilfe moderner Druck- und Prägetechniken lassen sich täuschend echte Holz-, Stein- oder Betonoptiken nachbilden, wodurch Vinyl zu einer attraktiven Alternative zu Laminat, Parkett oder Fliesen wird.

Ein wichtiger Punkt ist die Abgrenzung zu klassischer PVC-Rollenware. Während PVC-Bahnen meist dünn, einlagig und optisch einfacher gestaltet sind, bietet ein Vinylboden eine deutlich höhere Materialqualität. Er ist dicker, trittfester, formstabiler und in verschiedenen Verlegearten erhältlich, beispielsweise als Klick-Vinyl, Klebevinyl oder Rigid-Vinyl (SPC). Dadurch eignet er sich sowohl für Wohnräume als auch für gewerbliche Bereiche und sogar für Feuchträume wie Küche oder Bad.

Kurz gesagt ist ein Vinylboden eine moderne, weiterentwickelte Form des PVC-Bodens, die für langlebigen Einsatz, hohen Gehkomfort und vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten optimiert wurde – und damit der einfachen PVC-Rollenware klar überlegen ist.

Was ist Vinyl für ein Material (PVC)? – Kurz erklärt

Im Bodenbereich ist Vinyl nahezu immer eine Kurzbezeichnung für Polyvinylchlorid (PVC), einen der weltweit am häufigsten verwendeten Kunststoffe. PVC kommt in vielen Alltagsprodukten vor, beispielsweise in Fensterprofilen, Kabelummantelungen oder technischen Bauteilen. Für Bodenbeläge ist PVC besonders gut geeignet, da es je nach Zusammensetzung entweder sehr formstabil oder elastisch sein kann. Genau hier liegt der Unterschied zwischen Hart-PVC und Weich-PVC.

Hart-PVC vs. Weich-PVC

Um die gewünschten Eigenschaften zu erreichen, werden dem PVC verschiedene Zusatzstoffe beigemischt:

  • Stabilisatoren für Formbeständigkeit
  • Farbpigmente für die Optik
  • Füllstoffe für zusätzliche Stabilität
  • UV-Schutzmittel für längere Haltbarkeit

Moderne Vinylböden sind zunehmend weichmacherarm oder weichmacherreduziert. Viele Hersteller setzen auf gesundheitlich unbedenkliche Additive, die internationalen Emissionsstandards entsprechen und häufig durch Zertifikate wie Blauer Engel oder TÜV-Prüfzeichen bestätigt werden.

Im Handel herrscht oft Verwirrung rund um die Begriffe „Vinylboden“, „Designboden“ oder „LVT“ (Luxury Vinyl Tiles). Viele Händler verwenden diese Bezeichnungen synonym, obwohl sie technisch nicht immer dasselbe meinen. Ein Vinylboden besteht immer aus PVC. 

mehrschichtig aufgebaut. Ein Designboden hingegen kann – muss aber nicht – PVC enthalten. Es gibt auch PVC‑freie Designböden, die auf Polyurethan oder mineralischen Trägern basieren und sich an besonders umweltbewusste Zielgruppen richten. Diese Alternativen sind jedoch meist teurer und weniger verbreitet. In der Praxis gilt daher: Jeder Vinylboden kann als Designboden bezeichnet werden, aber nicht jeder Designboden ist automatisch ein Vinylboden.

Aufbau eines Vinylbodens

Ein Vinylboden besteht aus mehreren exakt aufeinander abgestimmten Schichten, die gemeinsam für Stabilität, Komfort, Optik und Langlebigkeit sorgen. Der genaue Aufbau variiert je nach Produktlinie – etwa Vollvinyl, Rigid-Vinyl oder Vinyl auf HDF-Träger – folgt aber in der Regel einem ähnlichen Prinzip.

Rückenschicht (unterste Schicht)

Sie bildet die Basis des Bodens, sorgt für Formstabilität und gleicht leichte Unebenheiten aus. Je nach Produkt kann sie eine integrierte Trittschalldämmung enthalten. Hochwertige Varianten nutzen Schaum oder Kork, was den Gehkomfort zusätzlich verbessert.

Trägerschicht (stabile Mittellage)

Diese Schicht ist das tragende Gerüst des Bodens. Sie bestimmt Druckfestigkeit, Formstabilität und die Eignung für verschiedene Einsatzbereiche. Je nach Ausführung besteht sie aus klassischem PVC, SPC (Stone Polymer Composite) oder WPC/HDF-Materialien. Besonders SPC-Kerne gelten als sehr formstabil und wasserfest und werden daher häufig in Feuchträumen eingesetzt.

Dekorschicht (optische Gestaltung)

Sie verleiht dem Vinylboden sein Aussehen. Moderne Drucktechnologien ermöglichen täuschend echte Holz-, Stein- oder Betonoptiken, die durch strukturierte Oberflächen noch realistischer wirken.

Nutzschicht (oberste Schutzschicht)

Die Nutzschicht ist die wichtigste Schutzebene des Bodens. Sie besteht meist aus transparentem PVC und ist häufig mit einer PU-Versiegelung versehen, um den Boden vor Kratzern, Abrieb, Feuchtigkeit und UV-Strahlung zu schützen. Je dicker diese Schicht ist, desto langlebiger und widerstandsfähiger ist der Boden. Typische Werte liegen im Wohnbereich bei 0,3-0,5 mm und im gewerblichen Bereich bei 0,5-0,7 mm.

Bedeutung der Nutzschicht für die Lebensdauer

Die Nutzschicht schützt die darunterliegende Dekorschicht vor Abnutzung und sorgt dafür, dass der Boden auch nach vielen Jahren ansprechend aussieht. Eine stärkere Nutzschicht bedeutet höhere Kratzfestigkeit, bessere Abriebklassen, mehr Widerstand gegen Stöße und insgesamt längere Haltbarkeit. Als Orientierung gelten etwa 0,2 mm für leichte Nutzung, 0,3 mm für normale Wohnbereiche, 0,5 mm für stärker beanspruchte Räume wie Küchen sowie 0,55–0,7 mm für gewerbliche oder industrielle Nutzung. Zusätzlich lohnt sich beim Kauf ein Blick auf die Nutzungsklasse, da sie Auskunft über die empfohlene Einsatzintensität gibt.

Aufbau eines Vinylbodens

Welche Arten von Vinylboden gibt es? (mit Entscheidungshilfe)

Vinylboden ist nicht gleich Vinylboden. Je nach Aufbau, Verlegeart und Nutzungseigenschaften unterscheiden sich die Varianten deutlich – sowohl im Alltag als auch bei der Verarbeitung. Die Wahl des passenden Typs hängt vor allem davon ab, wo der Boden eingesetzt wird, wie stark er belastet wird und ob eine schnelle oder besonders stabile Verlegung gewünscht ist. Die folgenden vier Hauptarten bieten eine verlässliche Orientierung.

Klickvinyl – ideal für DIY, Renovierung und schnellen Einbau

Klickvinyl gehört zu den beliebtesten Varianten, da es sich dank Klicksystem ähnlich wie Laminat verlegen lässt. Die Planken werden schwimmend verlegt, benötigen keinen Klebstoff und eignen sich daher hervorragend für Renovierungen oder Mietwohnungen. Auch auf vorhandenen, ebenen Böden kann Klickvinyl oft problemlos verlegt werden.

Typische Vorteile:

  • sehr einfache Verlegung, auch für Heimwerker
  • schnelle Montage ohne Trocknungszeiten
  • gut geeignet für Altbau und Renovierungsprojekte
  • je nach Produkt auch für Feuchträume geeignet

Klickvinyl ist die richtige Wahl, wenn ein unkomplizierter, schnell verlegbarer und langlebiger Boden gesucht wird.

Klebevinyl – flacher Aufbau und besonders stabiler Verbund

Klebevinyl wird vollflächig mit dem Untergrund verklebt und bietet dadurch einen extrem festen Halt. Diese Variante ist besonders sinnvoll in Räumen mit hoher Belastung oder dort, wo ein sehr flacher Bodenaufbau erforderlich ist – etwa bei niedrigen Türhöhen oder Übergängen.

Typische Vorteile:

  • sehr geringe Aufbauhöhe (ca. 2–3 mm)
  • extrem stabiler, dauerhafter Verbund
  • ideal für stark frequentierte Bereiche
  • hervorragende Wärmeleitfähigkeit – optimal für Fußbodenheizungen

Klebevinyl empfiehlt sich überall dort, wo maximale Stabilität und ein dauerhaft fester Bodenaufbau gewünscht sind.

Rigid‑ / SPC‑Vinyl – formstabil, robust und modern

Rigid‑Vinyl, auch SPC‑Vinyl (Stone Polymer Composite) genannt, besitzt einen besonders festen Trägerkern aus Steinmehl‑Kunststoff‑Verbund. Dadurch ist es hochgradig formstabil, wasserfest und unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen. Viele Produkte verfügen zudem über eine integrierte Trittschalldämmung.

Typische Vorteile:

  • sehr hohe Formstabilität und Druckfestigkeit
  • ideal für Küche, Bad, Wintergarten oder Dachgeschoss
  • unempfindlich gegenüber Hitze und direkter Sonneneinstrahlung
  • moderne, hochwertige Optik

Rigid‑Vinyl eignet sich besonders für anspruchsvolle Bereiche, in denen klassische Vinylböden an ihre Grenzen stoßen.

Vollvinyl & Vinyl auf HDF‑Träger – kurz eingeordnet

Vollvinyl besteht vollständig aus PVC‑Schichten und ist dadurch besonders flexibel und wasserfest. Es eignet sich gut für Feuchträume wie Küche oder Bad und kann je nach Produkt geklebt oder geklickt werden.

Vinyl auf HDF‑Träger kombiniert eine hochdichte Holzfaserplatte (HDF) mit einer Vinyloberfläche. Dadurch entsteht ein Aufbau, der Laminat ähnelt, aber die Vorteile von Vinyl bietet. Diese Variante ist jedoch nicht für Feuchträume geeignet, bietet dafür aber oft eine integrierte Trittschalldämmung und ein sehr angenehmes Laufgefühl.

Unterschied auf einen Blick:

EigenschaftVollvinylHDF‑Vinyl
Wasserfest✔ Ja✘ Nein
VerlegeartKleben oder Klickenmeist Klicken
Aufbauhöheca. 2–5 mmca. 8–10 mm
EinsatzbereichBad, Küche, Flurtrockene Wohnräume

Diese beiden Varianten sind sinnvoll, wenn entweder maximale Flexibilität (Vollvinyl) oder ein besonders stabiles, holzähnliches Trägerformat (HDF‑Vinyl) bevorzugt wird.

Vinylboden im Alltag: Vorteile & Nachteile

Vinylboden hat sich in vielen privaten Haushalten und gewerblichen Bereichen etabliert, da er eine überzeugende Mischung aus Komfort, Funktionalität und moderner Optik bietet. Es ist jedoch sinnvoll, sich sowohl mit den Vorteilen als auch den möglichen Nachteilen vertraut zu machen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Zu den größten Stärken von Vinylböden zählt ihre Pflegeleichtigkeit: Die Oberfläche lässt sich schnell reinigen, meist reichen Staubsauger und feuchtes Wischen. Besonders Rigid-Vinyl und Vollvinyl sind zudem wasserfest und eignen sich daher hervorragend für Küche, Bad oder andere Feuchträume.

Das Material ist elastisch, fußwarm und gelenkschonend, was den täglichen Gehkomfort deutlich erhöht. Durch seine Struktur wirkt Vinyl außerdem angenehm leise und bietet je nach Produkt sogar eine integrierte Trittschalldämmung. Hinzu kommt eine große Designvielfalt: Moderne Drucktechnologien ermöglichen täuschend echte Holz-, Stein- oder Betonoptiken. Dank der geringen Aufbauhöhe eignet sich Vinyl ideal für Renovierungen, da Türen und Übergänge oft unverändert bleiben können. Auch in Kombination mit einer Fußbodenheizung überzeugt Vinyl, insbesondere als Klebevinyl, durch eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit.

Trotz dieser Vorteile gibt es einige Punkte, die beachtet werden sollten. Vinyl kann empfindlich auf starke Hitze reagieren. Direkte Sonneneinstrahlung oder hohe Temperaturen können zu Ausdehnung führen. Der Untergrund muss sehr eben sein, da Unebenheiten durchgedrückt werden können, was die Optik beeinträchtigt. Zudem sind PVC-basierte Produkte nicht automatisch nachhaltig, da die Umweltbilanz stark von den Herstellern und den verwendeten Additiven abhängt. Schwere Möbel können bei elastischem Vollvinyl Druckstellen hinterlassen, weshalb Filzgleiter oder Unterlagen empfehlenswert sind. Nicht zuletzt ist nicht jede Vinylvariante für Feuchträume geeignet. Vinyl auf HDF-Träger sollte beispielsweise nicht in Küche oder Bad eingesetzt werden.

Vinylboden im Vergleich zu anderen Bodenbelägen

Um besser einschätzen zu können, ob Vinyl die passende Wahl ist, hilft ein direkter Vergleich mit anderen gängigen Bodenarten. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede übersichtlich auf.

Vergleichstabelle: Vinyl vs. Laminat, Parkett, Linoleum

EigenschaftVinylbodenLaminatParkettLinoleum
MaterialbasisPVC / MehrschichtHolzfaser + DekorEchtholzNatürliche Rohstoffe
Wasserfestigkeithoch (je nach Art)gering bis mittelgeringmittel
Pflegeaufwandsehr geringgeringmittel bis hochgering
Laufgefühlweich, elastischhartwarm, natürlichleicht elastisch
Designvielfaltsehr hochhochbegrenzt (Holzarten)mittel
Renovierungeinfach, geringe Aufbauhöheeinfachaufwendigmittel
Preisniveauniedrig bis mittelniedrig bis mittelhochmittel
Nachhaltigkeitabhängig vom Produktmittelhochhoch
Einsatz in Feuchträumenja (Rigid/Vollvinyl)eingeschränktneineingeschränkt

Einsatzbereiche von Vinylböden

Vinylböden zählen zu den vielseitigsten Bodenbelägen auf dem Markt. Dank ihrer robusten Struktur, ihrer hohen Feuchtigkeitsbeständigkeit und ihrer großen Designauswahl eignen sie sich für nahezu jeden Raum – vom privaten Wohnbereich bis hin zu stark frequentierten Gewerbeflächen. In Wohn- und Schlafräumen überzeugt Vinyl durch sein angenehmes Laufgefühl, seine warme Oberfläche und seine authentischen Holz- und Steinoptiken. Besonders Familien und Haustierbesitzer schätzen die pflegeleichte, leise und widerstandsfähige Oberfläche. Sehr beliebt ist hier Klickvinyl, da es sich einfach verlegen lässt und sich auch für Mietwohnungen eignet, weil es rückbaubar ist.

In Feuchträumen wie Küche, Bad oder Hauswirtschaftsraum sind Rigid‑Vinyl und Vollvinyl die beste Wahl. Beide Varianten sind vollständig wasserfest, quellen nicht auf und behalten ihre Form auch bei hoher Luftfeuchtigkeit. Klebevinyl sorgt zusätzlich für eine dichte Verbindung mit dem Untergrund. Vinyl mit HDF‑Träger sollte in solchen Bereichen nicht eingesetzt werden, da Feuchtigkeit das Material beschädigen kann.

Im gewerblichen Bereich – etwa in Büros, Praxen oder auf Verkaufsflächen – überzeugt Vinyl durch seine hohe Abriebfestigkeit und Strapazierfähigkeit. Hier kommen häufig Produkte mit stärkerer Nutzschicht oder höherer Nutzungsklasse (z. B. NK 33) zum Einsatz, um den täglichen Belastungen zuverlässig standzuhalten.

Auch auf Warmwasser‑Fußbodenheizungen lässt sich Vinyl problemlos verlegen, sofern der Hersteller dies freigibt. Klebevinyl bietet aufgrund des direkten Kontakts zum Untergrund eine besonders gute Wärmeleitfähigkeit. Rigid‑ oder Vollvinyl funktionieren ebenfalls gut, solange die maximale Oberflächentemperatur eingehalten wird und der Untergrund fachgerecht vorbereitet ist, damit die Wärme optimal übertragen werden kann.

Kosten & Haltbarkeit: Welche Faktoren treiben den Preis?

Die Preisspanne bei Vinylböden ist groß: Sie reicht von einfachen Einstiegsprodukten bis hin zu hochwertigen Designböden mit starker Nutzschicht. Der Gesamtpreis wird durch mehrere Faktoren beeinflusst, die sowohl das Material als auch die Verlegung betreffen.Ein zentraler Kostenfaktor ist die Dicke der Nutzschicht. Je dicker diese ist, desto widerstandsfähiger ist der Boden und desto höher ist in der Regel auch der Preis. Auch Rigid-Vinyl oder Produkte mit integrierter Trittschalldämmung sind teurer als einfaches Klebevinyl.

Auch die Trägerschicht spielt eine Rolle: HDF-basierte Böden sind günstiger in der Herstellung, aber empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit. Rigid-Core-Produkte mit SPC-Träger sind stabiler, formbeständiger und entsprechend teurer. Auch die Art der Verlegung beeinflusst die Kosten. Während Klickvinyl einfach in Eigenregie verlegt werden kann, ist bei Klebevinyl in den meisten Fällen ein Fachbetrieb notwendig. Zusätzliche Kosten entstehen, wenn der Untergrund uneben ist oder gespachtelt werden muss.

Die Haltbarkeit eines Vinylbodens hängt stark vom Einsatzzweck und der Produktqualität ab. In Wohnräumen mit normaler Nutzung kann bei guter Pflege mit einer Lebensdauer von 10 bis 20 Jahren gerechnet werden. In stark beanspruchten Bereichen, wie Küchen oder Gewerberäumen, sind eher 7 bis 15 Jahre realistisch, abhängig von der Stärke der Nutzschicht und der Pflege.

Diese Angaben dienen als Orientierung. Die tatsächliche Haltbarkeit hängt jedoch auch immer vom individuellen Gebrauch und der Umgebung ab.

Alternative Bodenbeläge fürs Wohnzimmer

Vinyl ist eine beliebte Wahl für Wohnräume, aber nicht die einzige. Je nachdem, welche Prioritäten man setzt – Optik, Nachhaltigkeit oder Komfort – gibt es verschiedene Alternativen mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen.

Laminat ist eine weit verbreitete und kostengünstige Option. Es lässt sich schnell verlegen und ist in vielen Designs erhältlich. Allerdings ist es lauter beim Begehen und weniger widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit als Vinyl. In Haushalten mit Haustieren oder Kindern können schneller Gebrauchsspuren entstehen.

Korkböden bieten einen hohen Gehkomfort, sind natürlich gedämmt und bestehen aus einem nachhaltigen Rohstoff. Sie sind besonders fußwarm und gelenkschonend. Allerdings reagieren sie empfindlich auf Wasser und benötigen eine gute Versiegelung. Zudem ist die Auswahl an Designs oft eingeschränkter als bei Vinyl oder Laminat.

Designbeläge auf PU- oder Bio-Basis sind eine PVC-freie Alternative zu herkömmlichem Vinyl. Sie kombinieren die Vorteile von Vinyl, wie Pflegeleichtigkeit und eine elastische Oberfläche, mit einem umweltfreundlicheren Material. Der Nachteil liegt im Preis: Diese Beläge sind deutlich teurer und noch nicht so breit verfügbar.

Für alle, die eine Kombination aus Langlebigkeit, einfacher Pflege und großer Designauswahl suchen, ohne dabei auf Komfort zu verzichten, bleibt Vinyl im Wohnzimmer oft die beste Wahl.

Häufige Fragen zu Vinylböden

Was ist der Unterschied zwischen Klickvinyl und Klebevinyl?


Klickvinyl wird schwimmend verlegt – ähnlich wie Laminat – und besitzt ein integriertes Klicksystem, das die einzelnen Dielen ohne Klebstoff miteinander verbindet. Diese Verlegeart eignet sich besonders gut für Renovierungen und Heimwerkerprojekte.
Klebevinyl hingegen wird vollflächig mit dem Untergrund verklebt. Es bietet einen besonders flachen Aufbau und ist ideal für stark frequentierte oder feuchte Räume, da es durch die Verklebung besonders formstabil und wasserbeständig ist. Die Entscheidung hängt von Raumnutzung, Untergrund und handwerklicher Erfahrung ab.

Kann man Vinylboden auf Fußbodenheizung verlegen?


Ja, viele Vinylböden sind für den Einsatz auf Warmwasser-Fußbodenheizungen geeignet. Entscheidend ist, dass die Oberflächentemperatur 27 °C nicht übersteigt – das entspricht den gängigen Empfehlungen der DIN EN 1264 für Fußbodenheizungen.
Rigid-Vinyl und Vollvinyl gelten hier als besonders geeignet. Bei elektrischen Heizsystemen ist Vorsicht geboten: Nicht alle Produkte sind kompatibel.

Wie lange hält ein Vinylboden?
Die Haltbarkeit hängt stark von der Nutzschicht, Beanspruchung und Pflege ab. Laut Herstellerangaben liegt die Lebensdauer bei:
Privaten Wohnräumen: ca. 10–20 Jahre, bei guter Qualität und Pflege
Gewerblicher Nutzung: ca. 7–15 Jahre, abhängig von Belastung und Nutzschichtstärke (z. B. 0,5–0,7 mm)

Diese Werte stammen u. a. von Herstellern wie Tarkett, Wineo und Gerflor, die ihre Produkte im Bereich LVT (Luxury Vinyl Tiles) nach Nutzungsklassen (EN ISO 10874) klassifizieren.

Was ist der Unterschied zwischen Vinyl und PVC?

Vinyl ist ein moderner Bodenbelag auf Basis von Polyvinylchlorid (PVC). Während einfacher PVC-Boden meist als dünne Rollenware mit geringerem Komfort verarbeitet wird, besteht Vinylboden aus mehreren Schichten (Träger, Dekor, Nutzschicht) und bietet deutlich bessere Eigenschaften in Bezug auf Langlebigkeit, Gehkomfort und Design.

Kurz gesagt: Vinylboden ist eine technisch weiterentwickelte Form von PVC, speziell für Wohn- und Gewerberäume konzipiert.

Ist Vinylboden wasserfest?

Vinylböden gelten als wasserbeständig bis wasserfest, je nach Aufbau. Klebevinyl und Rigid-Vinyl sind ideal für den Einsatz in Bad, Küche oder Eingangsbereichen. Wichtig ist jedoch: Nur Produkte mit 100 % Vinylkern oder wasserfester Trägerplatte sind wirklich feuchtraumgeeignet.
HDF-basierte Vinylböden sind dagegen nicht wasserfest, da das Holzträgermaterial bei Feuchtigkeit aufquellen kann.

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